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Zitronenfalter
(Gonepteryx rhamni)

Puschlav, Oktober 2002
Der Zitronenfalter gefällt mir so gut, dass ich für einmal von meinem Grundsatz, nur eine Art vorzustellen, von der ich mindestens ein Bild von Raupe, Puppe und Falter habe, abweiche (stimmt nicht mehr, siehe weiter unten!). Ich habe leider bis anhin noch keine Raupe vom Zitronenfalter finden und aufziehen können, deshalb finden sich auf dieser Seite lediglich ein paar Bilder dieses unglaublich fotogenen Falters mit seinen elegant geschwungenen Flügeln:


Puschlav, August 2002 (rechtes Bild von Michael),
man beachte die wunderschön violetten Fühler und Augen!
Der Zitronenfalter überwintert bei uns als Falter. Er gehört zu den langlebigsten Tagfaltern und kann bis zu 11 Monate alt werden. Das klappt aber nur, weil er 2x in dieser Zeit über längere Perioden in eine Art Ruhestarre verfällt (eine davon ist im Winter) und in dieser Zeit fast keine Energie verbraucht. Dadurch, dass er als Falter überwintert gehört er im Frühling auch zu den ersten Schmetterlingen im Jahr, die unterwegs sind.


Puschlav, August 2002, Fotos von Michael
Die Raupen des Zitronenfalters finden sich an Faulbäumen, welche vornehmlich an feuchten Stellen wie z.Bsp. Bachläufen entlang wachsen.

Faulbaumzweige
Das mit dem Aufziehen hat sich im Frühling 2003 endlich geändert: Ich konnte 10 Zitronenfalter-Raupen aufziehen, nachdem mir ein Züchterkollege netterweise beim Auffinden von (geeignet stehenden) Faulbäumen behilflich war. Seither habe ich selber noch etwas gesucht und muss feststellen: diese Sträucher sind nicht wirklich dicht gesäht, aber den einen oder anderen habe ich doch noch aufspüren können. Hier jedenfalls ein erstes Bild von Michael, das einen Faulbaumzweig mit frischem Austrieb und ebenso frischen Zitronenfalter-Eiern (3 an der Zahl) zeigt:
Die Eier sind auf dem rechten Blatt an der Unterseite, gefunden am 19. April 2003
Schon die Eier sind klein (das Bild oben ist vergrössert), die frisch geschlüpften Räupchen sieht man von blossem Auge beinahe nicht. Man kann nur hoffen, dass sie noch da sind und das eingestellte Futter solange hält, bis man sie sieht!

Dieses Bild ist entsprechend stark vergrössert, das Räupchen war in
Wirklichkeit nur ca. 2 mm lang...
Jedenfalls sind auch diese Räupchen stetig gewachsen und haben schliesslich ihr typisches flaches Aussehen erhalten:




Die ausgewachsenen Raupen
sitzen ziemlich unbekümmert auf der Blattoberseite eines Faulbaumblattes und
verlassen sich ganz auf ihre hervorragende Tarnfarbe.
Die Zitronenfalter verpuppen sich wie die Schwalbenschwänze in Gürtelpuppen:


Links eine Raupe am Gürtelspinnen, die Raupe rechts ist
einen Schritt weiter und wartet auf die Verpuppung
Die Puppen sind wunderschön geformt:


Bei der rechten Puppe sieht man bereis die gelben Flügel durchschimmern
Schlupf-Daten 2003:10 Falter vom 2. - 8. Juni 2003 (leider war einer davon missgebildet). Die Falter waren leider nicht wirklich daran interessiert von mir fotografiert zu werden und wollten sich partout nicht mit geöffneten Flügeln zeigen.
Da kuckt einer neugierig aus dem Kasten,
ich hab ihn grad noch erwischt, bevor er weg war...
Die
Geschlechter
Links ein Männchen, rechts ein Weibchen:
ihre Flügelfarbe ist mehr grünlich weiss als gelb und sie ist etwas
grösser
(die Dame sitzt übrigens noch an ihrer leeren Puppenhülle)
Und zu letzt noch dies:
Dies ist das einzige Bild eines Zitronenfalters, das Michael in unserem Garten-Areal in Kloten aufnehmen konnte. Und das erst, nachdem er den Falter über 4 Schrebergärten verfolgt hatte...