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Ein ständiges Übel:
P a r a s i t e n !
Jeder, der Schmetterlinge regelmässig aufzieht, hatte
sicher schon mal mit diesen kleinen Biestern zu kämpfen.
Ich werde auf dieser Seite alle Parasiten, mit denen ich so in Kontakt komme
auflisten:
1. Raupenfliege
Fast ein Viertel aller Tagpfauenaugen-Raupen, die ich letzten Herbst aufgezogen habe, waren von diesen ekligen Dingern befallen. Das äusserte sich erst nach der Verpuppung, als sich aus einigen frischen Puppen plötzlich diese weissen Maden abseilten:
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Am Boden des Raupenkastens verpuppten sich dann ihrerseits diese Maden und so fanden sich jeden Tag zu meinem Ärger einige kleine braune Tönnchen-Puppen mehr davon. Ich dachte eigentlich an Schlupfwespen und war deshalb ziemlich erstaunt, als aus den Puppen dann diese Fliegen schlüpften:



Originalgrösse wie Stubenfliege
Anscheinend legen sie ihre Eier nicht in die Raupen (sie verfügen ja über keinen Legestachel wie die Schlupfwespen unten), sondern kleben je ein Ei an die Raupe dran. Die schlüpfende Larve bohrt sich dann ins Raupeninnere und frisst die Raupe von innen auf. Dabei verschont sie die lebenswichtigen Organe bis zu letzt. Meist schafft es die Raupe noch, sich zu verpuppen, bevor die Larve auch diese Organe noch verspeist und sich einen Weg nach draussen frisst. - Brrrr!
2. Schlupfwespe
Es gibt viele verschiedene Schlupfwespenarten. Die Art, die mich dazu veranlasst hat, alle meine Schwalbenschwanz-Kästen mit teurer Edelstahldrahtgaze mit Maschen unter 0.5 mm Durchmesser auszustatten, war nur gerade 3 mm lang. An einigen Schwalbenschwanzpuppen fanden sich im Frühling plötzlich kleine Löcher und als ich näher hinschaute, krochen bei einer der Puppen vor meinen entsetzten Augen über ein Dutzend dieser winzigen dunkelgrün glänzenden Schlupfwespchen heraus! Seit ich die feine Gaze verwende, hatte ich jedoch keinen Besuch mehr von dieser Art.
Eine andere, wesentlich grössere Art ist letzten Herbst aus einer der Brennesselraupen gekommen, bzw. hat sich ebenfalls am Kastenboden verpuppt. Ich habe die Puppe eingesammelt und in ein kleines Glasterrarium getan. Daraus ist dann dieses an sich hübsche Insekt gekrochen:


Originalgrösse ca. 2 cm
Ich töte solche Parasiten übrigens nicht (nicht mal die
Raupenfliegen oben), sie gehören genauso wie die Schmetterlinge zum Plan der
Natur. Ich lasse sie auf der anderen Hausseite fliegen. Meinen Raupen können
sie ja nicht mehr schaden, die befallenen Raupen haben ihren ungebetenen Gast
bevor sie von mir gefunden und in einen Raupenkasten gesteckt wurden aufgelesen.
Ich versuche einfach, Raupen so klein wie möglich zu finden, dann ist die
Gefahr von Parasitenbefall am kleinsten.