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Hinweise für Lehrer/Lehrerinnen
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Ich bekomme oft Emails von Lehrer/innen, die das Thema Schmetterlinge in der Schule durchnehmen möchten. Sie möchten wissen, ob sich der Schwalbenschwanz dafür eigne und eventuell noch, ob ich ihnen Raupen beschaffen könnte.

1.             Der Schwalbenschwanz eignet sich leider nicht für die Schule! 
                Die erste Generation, deren Raupen man im Juni findet, schlüpft genau in den Sommerferien aus ihren Puppen. 
                Die zweite Generation dagegen überwintert in Puppenform und schlüpft erst im folgenden Frühling... 

2.             Wenn Sie das nicht stört kann ich Ihnen meistens - sofern ich genügend eigene habe - einige Raupen für die Schule abtreten.

3.             Arten, die sich für die Aufzucht in der Schule eignen sind in erster Linie das Tagpfauenauge (siehe Tagpfauenauge) und der Kleine Fuchs (Kleinerfuchs). Ihre Entwicklung läuft schneller ab als die des Schwalbenschwanzes und die Herbstgeneration schlüpft noch im selben Herbst.
Die Raupen findet man im Juni an grösseren Brennesselständen. Sind die Raupen noch klein, leben sie gesellig in einem Gespinst aus Seide. Sie sind leicht zu entdecken, wenn man die Augen offen hält. Diese erste Generation verpuppt sich noch im Juni und schlüpft noch vor den Sommerferien, gegen Ende Juni / Anfangs Juli.
Die Raupen der zweiten Generation findet man dann im August und die Falter schlüpfen im September.

4.             Wenn Sie absolut keine Brennessel-Raupen finden können, melden Sie sich bei mir, ich werde sehen, was ich tun kann. Bis jetzt konnte ich fast jedes Jahr welche finden.

5.            Gratuliere: tolles Thema für die Schule! Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg damit! :))))


6.             Es müssen auch nicht immer Schmetterlinge sein: warum nicht einmal Marienkäferlarven aufziehen?

Die Firma Biocontrol AG bietet auf www.biocontrol.ch im Rahmen der biologischen Schädlingsbekämpfung Packungen à 30 oder 100 Marienkäferlarven an. Diese lassen sich leicht aufziehen, sofern man genügend Blattläuse für die erstaunlich hungrigen Larven auftreiben kann (aber das sollte bei einer Schulklasse ja keine Probleme bieten, nicht?). Ich würde mich jedoch auf jeden Fall auf die kleinere Packung beschränken, ich hatte schon etwas Mühe genügend Futter für 30 kleine Nimmersatte aufzutreiben.
Die Aufzucht ist jedoch abgesehen davon wie gesagt leicht und es macht Spass, wenn die hübschen kleinen Käfer schlüpfen.
Vielleicht noch eine Einschränkung: die blattlausreichsten Monate sind in meiner Erfahrung Mai und evt. Juni. Danach gewinnen die natürlichen Feinde der Blattläuse an Boden und es könnte schwierig werden täglich genügend davon aufzufinden.