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Taubenschwänzchen

(Macroglossum stellatarum)


Das hübsche kleine Taubenschwänzchen hat wohl jeder schon mal gesehen - ob jeder dabei sofort an einen Falter gedacht hat, ist die andere Frage! Meistens sieht man den Falter nämlich nicht in Ruhestellung wie oben, sondern im typischen Schwirrflug nektartrinkend vor Blüten stehend:


Dieses Taubenschwänzchen besuchte im Sommer 2004 eine Orchidee in Zermatt

Es ist ziemlich schwierig so einen kleinen quirligen Falter
in der Luft abzulichten (mit meinen beschränkten Fähigkeiten jedenfalls)!
Jedenfalls kann man die orangen Hinterflügel sehen, die im sitzen von den vorderen verdeckt werden.

Viele Leute denken dabei an einen kleinen Kolibri, aber es handelt sich definitiv um einen Falter und zwar gehört das Taubenschwänzchen zu den Schwärmern. Es stellt zusammen mit dem Hummelschwärmer eine Ausnahme in dieser Familie dar, es ist nämlich tagaktiv. Seinen Namen erhält es wohl von dem federartigen Hinterteil, das wirklich etwas von einem Vogelschwanz hat. Wer den Kopf nahe genug an ein fliegendes Taubenschwänzchen bringt, kann das eindrückliche Summen der Flügel hören.

Die Raupe des Taubenschwänzchens ernährt sich von Labkraut, welches man häufig in Wiesen oder entlang von Bachrändern findet. Sie ist blassgrün gefärbt mit einem hellen Längsstreifen und einem kleinen Schwärmerhorn am Ende. Kleine Raupen sind hervorragend getarnt und fast nicht zu sehen.

Die ausgewachsenen Raupen verpuppen sich an der Erdoberfläche oder knapp darunter, bei mir haben sie die angebotene Erde weitgehend verschmäht und sich unter die Lage Haushaltpapier am Boden verzogen. Dort haben sie ein rudimentäres Gespinst als gröbsten Schutz gewebt und sich dann zu diesen hellen Puppen gehäutet:


Man sieht bereits die Augenposition und auch den aufgerollten Rüssel

A propos Augen:


"Schau mir in die Augen, Kleines"!
Taubenschwänzchen haben wunderschöne Augen, die einem überall direkt in die Augen zu blicken scheinen

Wenn Sie Taubenschwänzchen bei sich im Garten oder auf dem Balkon sehen möchten, pflanzen Sie Blumen mit Blütenkelchen, in die ein langer Falterrüssel passt: Sommerflieder, Geranien, Storchenschnabel, Phlox, Wandelröschen, Ziertabak, Gelenkblumen, Lichtnelken, Salbei und ich glaube sogar Petunien kommen in Frage. Hier noch 2 (qualitativ schlechtere) Bilder von einem Taubenschwänzchen, das Nektar vom Klappertopf, einer Wiesenblume trinkt: