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Hummelschwärmer
(Hemaris fuciformis)

Dieser hübsche kleine Schwärmer bildet zusammen mit dem Taubenschwänzchen eine Ausnahme unter den Schwärmern: er ist tagaktiv. Infolge seiner durchsichtigen Flügelpartien und der gestreiften Körperfärbung kann man ihn sehr wohl mit einer Hummel verwechseln. Der Hummelschwärmer kann wie alle Schwärmer hervorragend fliegen und nimmt in der Luft vor den Blüten stehend Nektar auf. Ich habe ihn u.a. schon an Sommerflieder beobachten können.
Aber beginnen wir von vorne:
Am Anfang war das Ei, bzw. hier sind's drei an der Zahl,
jedes ca. 1 mm gross, ovalrund und türkisgrün gefärbt
Ich habe ca. ein Dutzend dieser Eier am 19. April 2003 eher zufällig an den Blattunterseiten von Geissblatt (Lonicera) gefunden. Die Räupchen waren erst winzig und ganz blassgrün, das typische Schwärmerhorn hinten war aber schon deutlich zu sehen. Sie sind schnell gewachsen, erst bläulich-grün, dann leuchtend grün:


Diese Ruhestellung mit leicht eingerolltem Kopf ist typisch für
Schwärmer-Raupen
Die Raupen haben sich unten am Raupenkastenboden in Blätter, die ich dort hingelegt hatte oder Haushaltpapierteile eingewickelt und sich darin verpuppt.
Am 13., 17. (2 Stück), 18. Juni und 3. Juli sind dann diese kleinen, bombigen Falter geschlüpft:


Darin liegt eine weitere Eigenheit des Hummelschwärmers: es schlüpft jeweils nur ein Teil der Falter noch im selben Jahr, der Rest überwintert in Puppenform und schlüpft erst im nächsten Jahr. Dies nennt man eine "partielle 2. Generation". Das war auch bei mir der Fall, ich bin gespannt, wann im nächsten Frühling die restlichen Falter schlüpfen werden.
Fazit:
Mein Züchterkollege Thomas hat ganz recht, wenn er sagt:
"Hummelschwärmer? Super Falter!
Problemlos zum aufziehen, schöne pflegeleichte Raupe,
schöner Falter - unbedingt versuchen!"