Distelfalter

Vanessa cardui



Der Distelfalter gehört wie sein naher Verwandter, der Admiral zu den Wanderfaltern. Bei günstigen Höhenströmungen über die Alpen können im Frühling ganz Schwärme davon von Süden in unsere Breiten einwandern. Hier vermehren sie sich in 2 bis allenfalls 3 Generationen, bevor die Herbstfalter die Reise zurück in den Süden antreten. Im Normalfall übersteht die Art unseren kalten Winter nämlich nicht.

Der Distelfalter hat ebenso wie der Admiral fein gezeichnete Flügelunterseiten:

   

es sind beidesmal Distelfalter:
im ersten Bild sind die farbigen Zeichnungen von den Hinterflügeln verdeckt,
im zweiten Bild ist die Flügelstellung senkrechter und sie kommen zum Vorschein
Bild 2 stammt von Eugen Störchli aus Kloten - merci einmal mehr! :)

Die Raupen des Distelfalters sind hauptsächlich an Disteln zu finden (daher der Name ;-)), verschmähen jedoch auch Brennesseln nicht. Sie spinnen sich ebenso wie die Admiralsraupen in Blätter ein und sind optisch praktisch nicht von jenen zu unterscheiden. Sie kommen ebenfalls in hellen und dunklen Formen vor und tragen wie die meisten Tagfalter- Raupen an Brennesseln dornige Verästelungen am Körper:


Distelfalter-Raupe, sehr schöne helle Farbvariante


und hier noch gleich die dunkle Variante :-)

Die Stürzpuppen des Distelfalters sind ähnlich denen vom Admiral, wenn auch etwas schlanker:


Die Puppen zeigen vereinzelte golden glänzende Markierungen

Im Frühling, wenn die Distelfalter "einwandern" kann man sie praktisch nicht erkennen, ihr Flug ist extrem schnell und hastig. Die Falter fliegen dann sehr zielstrebig von einer Richtung in die andere und man kann sich gut vorstellen, dass sie auf diese Weise die Alpen überqueren können.
Richtig identifizieren lassen sie sich erst an einer "Faltertankstelle":

     


Zum Schluss nochmals ein Bild von einem der vielen tollen Hobby-Fotografen, die sich da draussen tummeln:


was man darauf so schön erkennen kann ist die Körperbehaarung, die viele Falter haben,
etwas das man normalerweise kaum wahrnimmt...
vielen Dank nach Norddeutschland an Jürgen Schmidt! :)


nach oben!